Weihnachtskarte 2007
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Im Jahr 1670 starb der Consitorialrath und schwedischer Vice-Präsident David Mevius. In einer der nördlichen Seitenkapellen war vor der Zerstörung von St. Marien sein Epitaph zu finden. Am unteren Ende dieses Epitaphs sind zwei kleine Engefiguren zu sehen, die das Wappen des Verstorbenen halten. Das Epitaph mit diese beiden Engefiguren soll jetzt renoviert werden. siehe auch Mevius-Gesellschaft
Auf dieser Weihnachtskarte, die von Dr. Nils Jörn  Weinachten 2006 herausgegeben wurde, sehen Sie einen der beiden Engel vom unteren Teil des Epitahphs.

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Näheres zu David Mevius:
David Mevius (* 6. Dezember 1609 - 14. August 1670) war ein Rechtspraktiker aus Greifswald und einer der bedeutendsten Juristen des usus modernus.

David Mevius, geboren am 6. Dezember 1609 in Greifswald, entstammte einer alten Juristenfamilie. Er erhielt eine erste Ausbildung an der Lateinschule der Heimatstadt und nahm dort zuerst ein Studium der Theologie auf. Bald wandte er sich jedoch der Rechtswissenschaft zu.

Berühmt wurde Mevius einerseits durch seine langjährige Arbeit als Syndikus der Stadt Stralsund, als Verfasser des commentarius in ius lubecense (1641/42) und mehrerer deutschsprachiger Schriften über Pachtverhältnisse, Leibeigenschaft und zur Rechtsstellung und Steuerfreiheit des Adels. Als geschulter Jurist und Doktor beider Rechte trat Mevius vor allem als Rechtspraktiker in Erscheinung.

Nach der schwedischen Besetzung Pommerns trat Mevius in den diplomatischen Dienst der schwedischen Krone. 1653 wurde er Vizepräsident des neu gegründeten Tribunals für die schwedischen Besitzungen im Deutschen Reich in Wismar und damit in der Rechtsprechung des Gerichts führend. Auch die fortschrittliche Gerichtsordnung stammt aus seiner Feder. Weiterhin in diplomatischer Mission tätig, erlangte Mevius Bedeutung durch die Beilegung des kurmainzisch-pfälzischen Wildfangstreits. Bis zu seinem Tod blieb er Vizepräsident des Wismarer Tribunals.

Neben den genannten Schriften hinterließ er insbesondere decisiones, über 3000 Entscheidungen aus seiner Tätigkeit als Gerichtspräsident, eine Kodifikation des mecklenburgischen Landrechts, die sich bereits stark auf naturrechtliche Grundlagen stützt.