Grundriss von St. Marien Wismar sichtbar machen; aus Kirchenzeitung MV vom 13.November 2005
Schwer zerstörtes Kirchenschiff war vor 45 Jahren gesprengt worden

Wismar (epd/kiz). In diesem Jahr stehen rund 250 000 Euro Städtebaufördermittel zur Verfügung, um den Grundriss des vor 45 Jahren gesprengten Kirchenschiffs der Wismarer Marienkirche weiter sichtbar zu machen. Dabei handele es sich um den vierten Bauabschnitt, nach dessen Abschluss Ende des Jahres etwa die Hälfte des Grundrisses des einst 60 Meter langen Kirchenschiffs freigelegt sein werden, sagte der Leiter des Städtischen Kirchenbauamtes, Wolfgang Ferdinand. Die Stadt wolle die Grundrissfläche der einst dreischiffigen Basilika als Skulpturenpark nutzen. Zwei Skulpturen stünden bereits dort. Bislang dient die Fläche teilweise noch als Parkplatz. Dies sei langfristig aber „nicht zumutbar“.

Nach Angaben des Schweriner Bauministeriums werden die vorhandenen Mauerreste bis auf die tragfähigen Schichten abgetragen. Auf das Fundament soll eine neue bis zu einem halben Meter hohe Mauer gebaut und mit einer wetterfesten Abdeckung versehen werden.

Das in der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 bei einem Fliegerangriff schwer beschädigte Marien-Kirchenschiff war im August 1960 ohne Information oder gar Einwilligung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs gesprengt worden. Stehen blieb nur der gut 80 Meter hohe Kirchturm.

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